Dienstag, 6. Oktober 2009

Medienmesse mit Deix und viel Internet:
Ein Blick zurück auf die letztjährige Messe

  • Topthema Zukunft der Medienbranche in Print & Netz
  • Starzeichner Deix ließ sich über die Schultern blicken

Alles online - oder was? Bei der letztjährigen Medienmesse drehte sich alles um das Internet. Namhafte Experten wie NEWS-Verlagschef Oliver Voigt, Standard-Herausgeber Oskar Bronner oder Blattmacher Hans Fellner zerbrachen sich darüber den Kopf, wie die Medienbranche mit den neuen Möglichkeiten und Herausforderungen zurecht kommen soll. Einigkeit herrschte bei lediglich einer Tatsache: Für Printmedien führt kein Weg mehr an einem eigenen Online-Angebot vorbei.

"Man muss zugeben, dass wir Printleute ein ganz wunderbares Geschäftsmodell für Print haben, aber noch keine Idee, wie wir dieses Modell eins zu eins aufs Internet übertragen", gestand Christian Nienhaus, Geschäftsführer der WAZ. Denn schon an der Frage, ob Online-Redaktionen gegen oder mit Printredaktionen arbeiten sollen, schieden sich die Geister.

Während die Verlage noch ihre Positionierung suchen, wurde auf der Medienmesse aber auch deutlich, dass ein Zusammenwachsen der Medien nicht mehr aufzuhalten. Das verändert auch das Anforderungsprofil für Journalisten: Eine große Breite an Kompetenzen für Online und Print ist künftig unumgänglich.

Deix über die Schultern blicken
Die Medienmesse 2008 wusste aber auch abseits der inhaltlichen Debatten und Erkenntnisse zu begeistern. Mitverantwortlich dafür: Star-Zeichner Manfred Deix. Im amüsanten Talk konnte man dem Kult-Karikaturisten dabei zusehen, wie er seinen Zeichnungen Leben einhaucht.

Und nicht zuletzt kam auch das Partyvolk auf seine Kosten: Am Abend verwandelten die Veranstalter die Messehalle in einen Festbunker. Bei der "After Business Party" fanden die Besucher Gelegenheit zum Feiern, Plaudern und Networking.
(red)

6.10.2009 14:23